Lena Reutter: „Parola“ (2008)
       Auftragsarbeit
       Mischtechnik auf Hartfaser
       110 x 70 cm

Das Gemälde „Parola“ ist eine Auftragsarbeit für die SK-Sprachschule
und sollte auf sie Bezug nehmen. So entstand die Idee, sowohl inhaltlich
als auch ästhetisch mit unterschiedlichen Sprachen zu arbeiten.

Im oberen Drittel des Bildes verbirgt sich, in Sütterlin geschrieben,
ein Zitat des Philosophen Wittgenstein „Die Grenzen der Sprache
sind die Grenzen der Welt.“, sowie der Anfang des Johannes-
evangeliums: „Am Anfang war das Wort…“. Das Wort, das für uns in
verschiedenster Hinsicht und gerade für den Ausdruck unseres
Selbst und für die Kommunikation mit dem Anderen eine immanent
wichtige Rolle spielt, ist in vielen Sprachen der Welt in das Gemälde
integriert:

Vertikal, in tiefem Rot, „ORD“ (niederländisch, norwegisch, schwe-
disch), und, verborgen in diesen Buchstaben, das chinesische
Schriftzeichen für Wort und „word“ (englisch). Im unteren Drittel
„parola“ (italienisch), „la palabra“ (spanisch) und „Wort“ (deutsch).
Links über dem braunen Streifen, von unten nach oben „mot“
(französisch), sowie die polnische und russische Entsprechung.

Ein Bild von mir besteht aus mehreren Schichten, die dem Bild Tiefe verleihen. Durch verschiedene Techniken des Farbauftrags wie
Einritzen, Abreiben oder Abwaschen, versuche ich, mich dem Bild-
gegenstand malerisch zu nähern. Dabei entsteht und verschwindet
er immer wieder, bis der Malprozess abgeschlossen ist.
Eine patinierte Oberfläche entsteht.

Mehr über mich und meine Kunst: www.lena-reutter.de Kontakt: lenareutter@gmx.de